Worin unterscheiden sich die beiden Formate?
Beim offenen Seminar buchen Sie einzelne Plätze in einer Veranstaltung mit Teilnehmern aus verschiedenen Unternehmen. Inhalt und Termin sind vorgegeben, der Preis gilt pro Person.
Beim Inhouse-Workshop kommt der Trainer zu Ihnen (oder in eine gewählte Location), und die Veranstaltung findet nur mit Ihrem Team statt. Inhalt, Beispiele und Termin richten sich nach Ihrem Betrieb, der Preis gilt pauschal für die Gruppe.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Preis, sondern im Bezug: Ein offenes Seminar vermittelt Allgemeingültiges, ein Inhouse-Workshop arbeitet an Ihren echten Aufgaben.
Wann lohnt sich ein Inhouse-Workshop?
Ein Inhouse-Workshop bringt mehr, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen:
- Sie wollen mehr als drei Personen schulen. Dann ist die Gruppenpauschale meist günstiger als mehrere Einzelplätze.
- Ihr Team soll an Ihren eigenen Use Cases arbeiten — Angebote, Kundenkommunikation, Dokumentation.
- Sie wollen ein gemeinsames Kompetenzniveau und einheitliche Regeln im Team schaffen.
- Vertrauliche Themen sollen intern bleiben, ohne fremde Teilnehmer im Raum.
- Sie brauchen einen rollenspezifischen Nachweis für die KI-Kompetenzpflicht nach EU AI Act.
Wann ist ein offenes Seminar die bessere Wahl?
Ein offenes Seminar passt, wenn:
- nur ein oder zwei Personen geschult werden sollen,
- es um allgemeine Grundlagen geht, nicht um Ihre spezifischen Abläufe,
- Sie das Thema erst antesten wollen, bevor Sie ein Teamformat buchen,
- oder der Austausch mit Teilnehmern anderer Branchen ausdrücklich erwünscht ist.
Inhouse-Workshop vs. offenes Seminar im direkten Vergleich
| Kriterium | Inhouse-Workshop | Offenes Seminar |
|---|---|---|
| Preislogik | Pauschale für die Gruppe | Preis pro Teilnehmer |
| Günstiger ab | ca. 3–4 Teilnehmern | 1–2 Teilnehmern |
| Zuschnitt | auf Ihre Prozesse | allgemeingültig |
| Use-Case-Bezug | eigene Aufgaben | Beispiele von der Stange |
| Terminwahl | flexibel | vorgegeben |
| Vertraulichkeit | hoch (nur Ihr Team) | gering (fremde Teilnehmer) |
| Networking | keines | mit anderen Betrieben |
| Kompetenznachweis | rollenspezifisch | standardisiert |
Nicht sicher, was für Ihre Teamgröße rechnet? Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir beide Varianten für Ihre konkrete Situation durch.
Was ist mit der KI-Kompetenzpflicht nach EU AI Act?
Beide Formate können zur Erfüllung der KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 EU AI Act beitragen — solange eine Teilnahmebestätigung vorliegt. Der Inhouse-Workshop hat hier einen praktischen Vorteil: Er lässt sich rollenspezifisch auf Ihre tatsächlich eingesetzten KI-Systeme zuschneiden und liefert damit einen passgenaueren, besser dokumentierbaren Nachweis. Genau das verlangt die Verordnung: Maßnahmen, die zu Rolle, Einsatzkontext und Risiko passen.
Die pragmatische Empfehlung
Für einzelne Mitarbeitende oder einen ersten Test: offenes Seminar. Für ein Team, das KI wirklich in den Alltag holen und die Kompetenzpflicht sauber abdecken soll: Inhouse-Workshop. Wer beides kombinieren will, schickt eine Führungskraft zunächst in ein offenes Seminar und rollt das Wissen danach über einen Inhouse-Workshop ins Team aus.
Häufige Fragen
Ab wie vielen Teilnehmern lohnt sich ein Inhouse-Workshop? Meist ab drei bis vier Personen. Dann ist die Gruppenpauschale in der Regel günstiger als mehrere Einzelplätze in einem offenen Seminar — bei gleichzeitig höherem Praxisbezug.
Ist ein Inhouse-Workshop teurer als ein offenes Seminar? Pro Termin wirkt die Pauschale höher, pro Kopf ist der Inhouse-Workshop ab einer kleinen Gruppe oft günstiger. Der Vergleich lohnt sich immer für die konkrete Teamgröße.
Kann ein offenes Seminar auf unseren Betrieb eingehen? Nur begrenzt. Offene Seminare arbeiten mit allgemeinen Beispielen. Für Ihre spezifischen Prozesse ist ein Inhouse-Workshop das passende Format.
Welches Format erfüllt die EU-AI-Act-Kompetenzpflicht besser? Beide können beitragen, sofern eine Teilnahmebestätigung vorliegt. Der Inhouse-Workshop liefert durch den rollenspezifischen Zuschnitt einen passgenaueren Nachweis.
Kann man beide Formate kombinieren? Ja. Eine bewährte Variante: eine Führungskraft besucht ein offenes Seminar, danach wird das Wissen über einen Inhouse-Workshop ins Team ausgerollt.
Finden wir das richtige Format für Ihr Team
Ob Inhouse-Workshop, offenes Seminar oder eine Kombination — entscheidend ist Ihre Teamgröße und Ihr Ziel, nicht der Trend.